Moosig-holzig, puderig-süß, würzig-frisch, blumig-fruchtig: Jeder Mensch ist ein spezieller Duft-Typ, fühlt sich zu ganz besonderen Kompositionen hingezogen. Kann oder sollte man diese Vorliebe beeinflussen? Ein neuer Duft-Trend, den sich der Mega-Boom „Wellness“ auf seine Fahnen geschrieben hat, setzt hier besondere Akzente. Ob aufregende Trend-Kreationen oder beliebte Klassiker in aktuellem Design. „Mann und Frau“ lässt sich gerne von zauberhaften Kompositionen inspirieren, beflügeln, erfrischen, verführen – und bleibt letztlich doch seinem Duft-Typ treu. Denn: „Die individuellen Vorlieben für eine bestimmte Duftrichtung nur deshalb zu ändern, weil man damit etwas ganz bestimmtes erreichen will, ist Effekthascherei, die zum Scheitern verurteilt ist.“, betont dazu die deutsch-amerikanische Duftexpertin Pamela Horne, die sich auf einem „Wellbeing“-Kongress in San Antonio/Texas mit den physiopsychischen Wirkungen von Duftstoffen auseinander setzte.

Der Hauttyp entscheidet mit über das Dufterlebnis
Gerade mit den Wohlfühl-Effekten wie „Entspannung erleben“, „Lebensfreude steigern“, „Zufriedenheit und Glück empfinden“ lassen sich also über den Duft ganzheitliche Akzente setzen. Ganz klar, dass die Parfum-Industrie darauf mit der Entwicklung spezieller Wellness-Düfte antwortet, in die verschiedener Wohlfühl-Ingredienzen eingearbeitet sind und mit Attributen wie „calming“, „relaxing“ oder „energyzing“ beworben werden. Die aromatherapeutischen Wirkungen sind allerdings bekanntlich nicht bei allen Menschen gleich. Was den einen beruhigt, kann den anderen kribbelig machen. Der Nächste reagiert gar allergisch. Jedenfalls kommt es auch auf den jeweiligen pH-Wert der Haut an. Eine empfindliche, trockene Haut neigt zu einem alkalischen pH-Wert und bringt Düfte mit fruchtig-frischer Note oder grünen Noten gut zur Geltung. Auf normaler Haut – und Mischhaut (mit saurem pH-Wert) entfalten sich orientalische Düfte mit fruchtigem, holzigen oder exotischen Charakter am besten.

Die Kunst des Auftragens
Um einen lang anhaltenden Dufteffekt zu erzielen, trägt man Düfte fast wie ein Make-up auf. Das so genannte „Layering“ funktioniert ein wenig wie das Schminken. Zuerst kommt die Foundation und zum Schluss werden die Akzente gesetzt. Dafür benötigt man von seinem Lieblingsduft mehrere Produkte, wie Körperlotion, Eau de Toilette und Parfum.

Zunächst wird die Körperlotion aufgetragen, also die Foundation des Duftes. Dann sprüht man das passende Eau de Toilette über den Körper, auch über die Haare. Der letzte Schritt ist das Auftragen des Parfums auf die so genannten Pulspunkte. Das sind Halsansatz, Busen, Ellenbogenbeuge, innere Handgelenke, Kniekehle und Knöchelinnenseite.

Der Duft ist ein sehr persönliches Accessoire, er wird zum Bestandteil einer Person, ist quasi mit ihr unverkennbar verbunden. Deshalb sollte man seine Duft-Auswahl äußerst sorgfältig treffen.