Die Augen sind der Spiegel der Seele. Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, was hinter dieser Aussage eigentlich genau steckt? Augen verraten, wie es und wirklich geht und wie wir leben. Alles über die richtige Pflege und den richtigen Umgang mit der empfindlichen Hautpartie erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Der Hautpartie rund um die Augen gebührt eine besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Diese Haut ist nur 0,5 Millimeter dünn und damit viermal dünner als die übrige Gesichtshaut. Jedes Blinzeln und jede Bewegung der Pupillen setzt 22 Muskeln in Schwingung – und das mehr als zehntausend Mal am Tag. Das in der Haut enthaltende Collagen sorgt dafür, dass diese stark beanspruchte Haut glatt bleibt. Ab dem 20. Lebensjahr lässt die Kollagenproduktion jedoch nach, bereits ab dem 30. Lebensjahr zeigen sich die ersten Fältchen. Im Gegensatz zur übrigen Gesichtshaut besitzt die feine Haut der Augenpartie keine Fettdrüsen, keine Stützmuskulatur, kaum Talg- und Schweißdrüsen und muss für die Mimik ungeheuer elastisch sein. Sie liegt ohne Unterhautfettgewebe direkt auf dem Augenringmuskel auf, ihr fehlen damit die sonst in der Haut üblichen typischen Stützmechanismen. Einflüsse durch Wind und Wetter, Licht und Sonne hinterlassen deshalb auf dieser Hautpartie besonders starke Spuren. Aber: Hätte diese zarte Augenumgebungshaut ebenso viele Talgdrüsen wie die T-Zone des Gesichts, so hätten wir ständig einen Fettfilm vor den Augen und könnten kaum etwas sehen.

Die Augenpartie wird durch vier verschiedene Faktoren beansprucht:

1. Chemische Beanspruchung – unsachgemäße Pflege, Make-up, Staub und Schmutz, Rauch, schlechte oder trockene Luft und medizinische Präparate reizen die Haut.
2. Mechanische Beanspruchung – bei Ermüdung oder Überbeanspruchung wird die Haut um die Augen oft mit Fingern oder Händen gezerrt und gerieben. Dadurch kann man durchaus die zarte Haut irreparabel schädigen. Meistens geschieht das mit ungewaschenen Händen; Keime und Krankheitserreger werden so in diese Zone transportiert.
3. Emotionale Beanspruchung – Freude und Trauer, Lachen und Weinen schaffen besonders starke Bewegungen der Mimik, spiegeln sich also in Augenfältchen wider.
4. Physiologische Beanspruchung – zu wenig Schlaf und zu viel Stress lassen uns unruhig werden; auch Krankheiten können die Augenhaut stark beanspruchen.

Augen sprechen Bände
Die Augen erzählen uns viel über einen Menschen. Dunkle Augenringe können zahlreiche Ursachen haben, wie zu wenig Schlaf oder einen hohen Nikotinkonsum. Dadurch wird dem Gewebe Sauerstoff entzogen, die Haut wirkt fahl. Augenränder können auf organische Krankheiten wie Magenleiden, chronische Verstopfung und Kreislauf- oder Nierenstörungen hinweisen. Die genetische Veranlagung und auch eine besonders dünne Haut begünstigen das Erscheinungsbild von Augenrändern. Bei stark ausgeprägten Augenringen sollten sie die Kundin zum Arzt schicken. Geschwollene Augen sind häufig die Folge von Allergien, besonders wenn sie morgens nach dem Aufstehen nicht schnell wieder verschwinden. Oft werden sie auch bei Kreislaufstörungen beobachtet oder durch eine stark salzhaltige Ernährung gefördert. Trockene Augen sind meist die Folge von zu trockener Luft; hier helfen häufig Luftbefeuchter. Besonders wichtig ist es, viel zu trinken – ein bis zwei Liter täglich sollten es in jedem Fall sein. Rote Augen sind meist das Ergebnis einer Schutzreaktion. Bei starken Reizen von außen produzieren die Tränendrüsen mehr Flüssigkeit und die Blutzirkulation steigt. Die Gefäße weiten sich und füllen sich mit Blut. Die Folge: Rote Äderchen werden in den Augen sichtbar. Tränensäcke sind ein Signal dafür, dass das Gewebe unter den Augen stark geschädigt ist. Krähenfüße sind Anzeichen für das Altern der Haut. Lachfalten um die Augen sind ganz normal. Sind sie jedoch stark ausgeprägt, kann das Erscheinungsbild mit zarter Pflege gemildert werden.