Düfte gelangen als einziger Sinneseindruck unkontrolliert und direkt ins limbische System und lösen in diesem ältesten Gehirnteil Emotionen und Erinnerungen aus.

Therapeuten beobachten häufig, dass ätherische Öle psychische, mentale und spirituelle Prozesse in der psychotherapeutischen Arbeit wesentlich beschleunigen. Die Seelenarbeit erreicht schneller unterbewusste, tiefe Schichten, und gleichzeitig wirken sich viele Düfte tröstend und helfend auf die Verletzung der Seele aus. Sie unterstützen Einstellungsveränderungen und Lernprozesse. Damit haben sie einen ordnungstherapeutischen Effekt: Sie helfen uns eine neue seelisch-geistige Balance herzustellen.

Jedes einzelne ätherische Öl hat spezifische Wirkungen auf Ihr Wohlbefinden! Da jeder Mensch immer wieder anderen seelischen Einflüssen ausgesetzt ist, sollten Sie sich bewusst machen, was Sie momentan sehr beeinflusst! Nehmen Sie sich diese Zeit! Spüren Sie in sich! Mit den ätherischen Ölen sollte grundsätzlich sehr sparsam umgegangen werden! Man beachte: Kleine Reize fachen an, mittelstarke fördern, starke schädigen das Leben und überstarke heben es auf.

1. Inhalieren über die Raumluft:
5 bis 10 Tropfen auf eine Duftlampe (Schälchen mit heißem Wasser und Essig oder Brennspiritus reinigen), Duftsteine (nur mit heißem Wasser, sowie einer weichen Nagelbürste reinigen und an der Luft ausdünsten lassen), Seidenblumen, getrocknete Blüten, Aromastreamer usw. Das ätherische Öl wird hierbei über den Geruchssinn wahrgenommen und stimuliert die geistigen und psychischen Einflüsse. Bei Infekten, Allergien und Atembeschwerden ist es abwehrsteigernd und desinfizierend.

2. Inhalieren mit Wasserdampf:
3-5 Tropfen auf 5 Liter heißes Wasser = Dampfbad, auch über Gesichtssauna, 5 bis 10 Minuten ruhig einatmen. Zerstäuber für die Raumluft: Am besten eignet sich ein Zerstäuber aus Glas oder Porzellan/Keramik. Mit Isopropylalkohol (aus der Apotheke) und ätherischem Öl füllen (pro ml Alkohol ein Tropfen Öl), verschließen und gut schütteln.

3. Bäder: Die Wassertemperatur sollte dem Gesundheitszustand angepasst werden, das gilt besonders bei Herz– und Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Krampfadern, Venenleiden und sonstigen Beschwerden. Notfalls sollte auf Bäder verzichtet oder der Rat des Arztes eingeholt werden. Die Badedauer ist – nach individueller Verträglichkeit zwischen 5 und 20 Minuten – zu beachten, wobei nicht mehr als 3 Bäder pro Woche genommen werden sollten. Auch für Fuß-, Arm– und Wechselbäder gelten die gleichen Regeln. Faustregel für Bäder ab 12 Jahre: 2-3 EL Honig oder 1 Becher Sahne mit 10 Tropfen ätherischem Öl mischen und in das eingelassene Badewasser einrühren. Kinder unter 12 Jahren nehmen die Hälfte; Kleinkinder noch weniger! Nach dem Bad ist eine angemessene Ruhepause empfehlenswert, um die Wirkung nachklingen zu lassen. Tipp: Verwenden Sie nie aggressive Seifen, wenn Sie ein Aromabad nehmen. Ätherische Öle vertragen sich nicht mit Tensiden.

4. Massagen: Die ätherischen Öle sollten stets mit Basis-Ölen bzw. Basis-Massagecreme gemischt werden, da diese Art der Anwendung sehr hautfreundlich ist. Durch den Hautkontakt entfalten ätherische Öle ihre Wirksamkeit sowohl bei den klassischen Massagen als auch bei speziellen Massagen (z. B. Akupressur, Bindegewebs-Massage, Biodynamische Massage oder die Fußreflexzonen Massage)